Schulen, die sich mit Projekten für eine umweltbewusste und nachhaltige Entwicklung einsetzen, können sich um die internationale Auszeichnung "Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule" bewerben. In Bayern haben im vergangenen Schuljahr 676 Schulen – darunter auch zum 7. Mal in Folge das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium - die Kriterien für die Auszeichnung erfüllt.
Bayerns Kultusministerin Anna Stolz würdigte nun das große Engagement und gratuliert den prämierten Schulen: „Die 'Umweltschulen in Europa' stehen für gelebte Nachhaltigkeit im Schulalltag. Mit ihren vorbildlichen Projekten stärken sie das eigene Umweltbewusstsein, aber auch das der gesamten Schulfamilie und beweisen, wie es gelingen kann, selbst einen Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft zu leisten.“
"Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule" ist ein 1994 ins Leben gerufenes Programm der Europäischen Umweltbildungsstiftung. Das Bayerische Umweltministerium fördert das Programm seit 2004 und führt es in Kooperation mit dem Bayerischen Kultusministerium und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. durch.
Die Auszeichnung erhalten Schulen, die innerhalb eines Schuljahres zwei Projekte zu den jeweils vorgegebenen Jahresthemen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit umsetzen. Jahresthemen diesmal waren unter anderem Klimaschutz, Biodiversität, nachhaltige Entwicklung und demokratische Prozesse sowie zukunftsfähiger Umgang mit Wasser. Zentrale Kriterien für eine Auszeichnung sind unter anderem, dass die Projekte partizipativ mit den Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden, die Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissen erwerben, sondern auch Selbstwirksamkeit erfahren, und dass die Projekte im Schulleben dauerhaft integriert werden. Die Auszeichnung wird für ein Jahr verliehen. Mit der Auszeichnung werden die Schulen Teil des internationalen Eco-School-Netzwerks. Weltweit beteiligten sich im vergangenen Schuljahr rund 59.000 Schulen in 73 Staaten an dem Programm.
Am Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium sind mittlerweile viele Projekte, die in den vergangenen Jahren etabliert wurden, zum festen Bestandteil des Schulalltags geworden. Die Schreibhefte aus Umweltschutzpapier mit integriertem Arbeitsblattabhefter, die Mehrwegbecher für den Kaffeeautomaten und der Trinkbrunnen werden von allen Mitgliedern in der Schulfamilie genutzt. Das neu aufgestellte Tauschregal erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dort können sowohl Schreibwaren als auch Bücher, Arbeitshefte und sämtliche Schulmaterialien, die noch brauchbar sind, abgelegt werden, um einen neuen Nutzer zu finden. Die Nachhaltigkeit ist dabei das oberste Ziel.